Nachhaltige Arbeitskleidung für die Mitarbeiter: Was Arbeitgeber wissen sollten
Immer mehr Unternehmen achten auf Nachhaltigkeit. Den Nachhaltigkeitsgedanken können Arbeitgeber bei der Einführung von nachhaltiger Arbeitskleidung für ihre Mitarbeiter unterstreichen. Es kommt auf Bio-Qualität an, damit die Kleidung frei von Schadstoffen ist und gute Trageeigenschaften bietet. Auch bei Promotionbekleidung kann Nachhaltigkeit ein Vorteil sein.

Arbeitgeber von Bio-Qualität überzeugen
Unternehmen, die Nachhaltigkeit praktizieren möchten, können das ihren Arbeitnehmern gegenüber mit nachhaltiger Arbeitskleidung ausdrücken. Viele Arbeitnehmer haben bereits erkannt, wie wichtig Nachhaltigkeit ist, und wünschen sich das auch bei ihrer Berufsbekleidung. Es kommt darauf an, dass die geltenden Umweltstandards eingehalten werden und dass es sich bei der Kleidung um Bio-Qualität handelt, die frei von Schadstoffen ist. Kleidung in Bio-Qualität bietet Tragekomfort und eignet sich auch für diejenigen, die unter Hautreizungen oder Allergien leiden.
Mitarbeiter können selbst ihre Arbeitgeber von Bio-Qualität überzeugen und verschiedene Argumente vortragen:
- längere Lebensdauer der Berufsbekleidung, die mit einer Kostenersparnis verbunden ist
- gutes Image für den Arbeitgeber
- Wohlfühlfaktor, der für eine stärkere Motivation der Mitarbeiter sorgt
- mehr Transparenz durch Offenlegung der gesamten Lieferkette
- gesündere Mitarbeiter, da das Risiko von Hautreizungen und Allergien durch Kleidung in Bio-Qualität geringer ist
- Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz
Welche Siegel garantieren echte Umweltstandards?
Es gibt zahlreiche Siegel für Kleidung, die echte Umweltstandards garantieren. Um ein solches Siegel zu erhalten, müssen die Hersteller strenge Kriterien erfüllen. Die einzelnen Aspekte von Nachhaltigkeit werden bei den verschiedenen Siegeln unterschiedlich gewichtet.
Die folgenden Siegel garantieren echte Umweltstandards:
- GOTS für Global Organic Textile Standard: Um dieses Siegel zu bekommen, müssen mindestens 70 Prozent der Fasern aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen. Bei der Vergabe des Siegels wird auf das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit geachtet. Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter im Beruf nicht diskriminieren. Ein Recht auf Vereinigungsfreiheit muss gewährleistet sein.
- Fair Wear Foundation (FWF): Die unabhängige Stiftung legt den Fokus auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern. Es geht um faire Löhne, Unzulässigkeit von Kinderarbeit und begrenzte Arbeitszeiten.
- Fairtrade Cotton: Baumwolle muss aus umweltschonendem Anbau stammen, um dieses Siegel zu erhalten. Eine sozialverträgliche Produktion muss gewährleistet sein. Für ihre Baumwolle erhalten die Bauern einen garantierten Mindestpreis. Auch Kinder- und Zwangsarbeit ist verboten.
- IVN Best: In der Produktionskette müssen höchste Ansprüche in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht erfüllt werden. Die Kleidung muss zu 100 Prozent aus Naturfasern gefertigt sein.
- Bluesign: Hersteller von Kleidung müssen über ein Umweltzertifikat verfügen und dürfen bei der Herstellung der Kleidung eine Liste von Chemikalien nicht verwenden, um dieses Siegel zu erhalten.
- Oeko-Tex made in Green: Damit Hersteller von Kleidung dieses Siegel erhalten, muss die Produktionskette transparent sein. Es geht um das Verbot von Kinderarbeit, faire Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne.
- Cradle to Cradle Certified: Die Organisation, die dieses Siegel vergibt, bewertet die Nachhaltigkeit von Produkten wissenschaftlich. Ein Produkt muss aus unbedenklichen Materialien bestehen, kreislauffähig sein und unter den Aspekten der sozialen Gerechtigkeit hergestellt sein.
- Oeko-Tex Standard 100: Das weltweit bekannteste Siegel für schadstoffgeprüfte Textilien wird vergeben, nachdem Textilien auf mehr als 100 gesundheitsschädliche Substanzen getestet wurden. Die Anforderungen an die Bekleidung sind umso strenger, je intensiver der Hautkontakt ist.
- Grüner Knopf: Der Grüne Knopf wurde 2019 eingeführt und baut auf anerkannten Standards auf. Unternehmen müssen bereits über Zertifizierungen wie GOTS, Oeko-Tex oder Fairtrade verfügen, um ihn zu erhalten. Für den Grünen Knopf müssen 46 Kriterien erfüllt sein.
Warum ist Nachhaltigkeit bei Promotionbekleidung oft ein Vorbild?
Promotionbekleidung ist für Unternehmen ein wichtiges Marketinginstrument und sollte daher nachhaltig sein. Unternehmen drücken damit aus, dass sie Wert auf Nachhaltigkeit legen und Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Sie können ihr Image verbessern und bei Werbeveranstaltungen ein Vorbild für Kunden und Geschäftspartner sein.
Unternehmen zeigen mit nachhaltiger Promotionbekleidung, dass sie ihren Prinzipien treu bleiben. Sie können ihre Kunden anregen, ebenfalls nachhaltig zu handeln und Verantwortung gegenüber der Umwelt zu übernehmen.
Wie sieht die korrekte steuerliche Behandlung aus?
Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern nachhaltige Berufskleidung stellen und steuerlich als Betriebsausgaben absetzen. Sie müssen dafür Kaufbelege oder Rechnungen vorlegen. Die Kleidung muss aus beruflichen Gründen notwendig sein. Sie muss sich aufgrund ihrer Beschaffenheit für die Berufstätigkeit eignen.
Auch für Arbeitnehmer ist die vom Arbeitgeber gestellte Berufsbekleidung steuerfrei. Arbeitnehmer können auch die Kosten für die Reinigung der Arbeitskleidung übernehmen und steuerlich geltend machen. Es ist auch möglich, den Arbeitnehmern ein steuerfreies Wäschegeld zu zahlen, das in der Lohnabrechnung ausgewiesen sein muss.
