Bonität von Unternehmen – Informationen für Arbeitgeber

Die Bonität entscheidet über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Je besser sie ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Firma von einer Bank einen Kredit erhält. Auch für den Abschluss bestimmter Verträge mit monatlichen Zahlungen kann sie notwendig sein.

Für Arbeitgeber ist eine gute Bonität unverzichtbar. Sie stellt sicher, dass wichtige Projekte finanziert werden können, und beweist die Zahlungsfähigkeit. Das ist wiederum für Mitarbeiter von Interesse, die schließlich regelmäßig ihre Lohnzahlungen erhalten möchten. Unternehmen mit guter Bonität sind also nicht nur als Geschäftspartner, sondern auch als Arbeitgeber attraktiv.

Bonität überprüfen – diese Möglichkeiten gibt es

Die Bonität wird von Auskunfteien wie Creditreform, CRIF oder Schufa bewertet. Als Bewertungsmaßstäbe werden unter anderem das Zahlungsverhalten, Jahresabschlüsse, das Unternehmensalter und das individuelle Branchenrisiko herangezogen. Geschäftspartner können die Bonität direkt bei den Auskunfteien abfragen und so sicherstellen, dass sie nur mit solventen Unternehmen zusammenarbeiten.

Ein Mann überprüft seine Bonität und Kredit-Score auf einer Smartphone-App über einem Schreibtisch mit Dokumenten und einem Tablet.

Die Bonität oder Kreditwürdigkeit eines Unternehmens wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, darunter seine Vermögenslage, Ertragskraft und sein Zahlungsverhalten.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Onlineanbieter, die gegen eine Gebühr eine Bonitätsauskunft zur Verfügung stellen und sich dabei manchmal sogar verschiedener Quellen bedienen.

Was sind die Voraussetzungen für eine gute Bonität?

Arbeitgeber haben nicht nur Verantwortung gegenüber ihren Geschäftspartnern, sondern auch ihren Angestellten gegenüber. Um ihnen langfristige Zahlungssicherheit zu gewährleisten, ist eine gute Bonität eine Grundvoraussetzung. Für viele Arbeitgeber stellt sich jetzt die Frage, wann ihre Kreditwürdigkeit eigentlich gut ist und wann sie als negativ angesehen wird. Auf gewisse Ratingfaktoren, wie das Unternehmensalter oder das Branchenrisiko, haben Arbeitgeber keinen Einfluss.

Deswegen ist es wichtig, an denjenigen Stellschrauben zu drehen, die verfügbar sind. Dazu gehört unbedingt eine gute Zahlungsmoral: Rechnungen sind pünktlich zu bezahlen und offene Inkassoforderungen sind zu vermeiden. Auch eine gute Organisationsstruktur innerhalb des Unternehmens und ein transparentes Management können zu einer besseren Bonität beitragen. Nicht zuletzt ist gutes Wirtschaften von großer Bedeutung. Denn auch Faktoren wie der Cashflow und der Gewinn fließen in die Bewertung mit ein.

Für jeden Bereich bekommt ein Unternehmen Punkte, die dann zu einem Gesamtscore zusammengerechnet werden. Aus diesem lässt sich wiederum schlussfolgern, ob und wie pünktlich das Unternehmen seine Rechnungen voraussichtlich bezahlen wird.

Wie sieht ein Bonitätscheck aus?

Wer eine Bonitätsabfrage für ein Unternehmen tätigt, kann je nach Anbieter verschiedene Ergebnisse erhalten.

  • Creditreform bewertet Unternehmen zum Beispiel auf einer Skala von 100 bis 600, wobei 100 für eine ausgezeichnete Bonität spricht.
  • Bei anderen Anbietern gibt es Skalen von eins bis sechs oder von eins bis zehn. Je höher die Zahl ist, desto schlechter ist die Kreditwürdigkeit.
  • Die höchste Zahl ist in der Regel mit einer Insolvenz gleichzusetzen.
  • Häufig wird auch die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls des Geschäftspartners innerhalb der nächsten zwölf Monate bewertet.

Um stets handlungsfähig zu bleiben, sollten Arbeitgeber ihre eigene Bonitätsprüfung für Unternehmen regelmäßig bei Auskunfteien abfragen, um frühzeitig Ursachen für eine schlechte Bewertung aufzudecken, fehlerhafte Einträge zu korrigieren und so einem starken Absinken der Kreditwürdigkeit vorzubeugen.

Vergleich verschiedener Bonitäts-Ratings

Rating-Stufe

Bedeutung Beispielhafte Punkteskala

(z.B. 100-600)

Ausfallwahrscheinlichkeit

(Beispiel)

Ausgezeichnet/Sehr gut

Höchste Kreditwürdigkeit, sehr geringes Risiko. 100 – 199 0,00% – 0,15%

Gut

Solide Kreditwürdigkeit, geringes Ausfallrisiko. 200 – 249 0,16% – 0,99%

Befriedigend

Durchschnittliche Bonität, leicht erhöhtes Risiko.

250 – 299

1,00% – 3,99%
Ausreichend/Mittelmäßig Unterdurchschnittliche Bonität, deutlich erhöhtes Risiko. 300 – 399

4,00% – 9,99%

Schlecht/Kritisch Sehr geringe Kreditwürdigkeit, hohes Ausfallrisiko. 400 – 499

10,00% – 25,00%

Unzureichend/Insolvenz Zahlungsunfähig oder kurz vor der Insolvenz. 500 – 600

Über 25,00% / Sehr hoch

(Hinweis: Die genauen Skalen und Ausfallwahrscheinlichkeiten variieren je nach Auskunftei, wie Creditreform, Schufa oder CRIF, und sind hier nur beispielhaft aufgeführt.)

Die eigene Bonität abfragen

Selbstverständlich können Arbeitgeber auch ihre eigene Bonität regelmäßig bei den Auskunfteien oder bei verschiedenen Onlinediensten abfragen. So können sie sehen, wie sie von außen beurteilt werden und wie sie auf Geschäftspartner wirken.

Wenn die Bonität dann einmal sinkt, können sie sich sofort auf Ursachensuche begeben und gegensteuern, sodass es gar nicht erst zu einem starken Absacken der Kreditwürdigkeit kommt. Auf diese Weise lassen sich auch fehlerhafte Einträge schnell aufdecken und entfernen, bevor sie größeren Schaden anrichten.

Bildquelle: depositphotos.com

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